workshop für schulen und für lehrlinge in 2026/27
Der künstlerische Prozess eröffnet neue Möglichkeiten, wahrzunehmen, zu denken, auszuprobieren und zu handeln – und erweitert damit den persönlichen Spielraum.
In diesem Projekt werden Schüler:innen zu Filmemacher:innen.
Aus einem Thema, einer Frage oder einer Beobachtung, die sie beschäftigt, entwickeln sie eine eigene filmische Idee und erzählen sie in einer persönlichen filmkünstlerischen Arbeit.
Mit dem eigenen Handy entstehen selbstgedrehte Bilder, Töne und Szenen, die sie bearbeiten, schneiden und zu einem persönlichen filmischen Ausdruck verbinden.
So entstehen vielleicht je Teilnehmer:in einminütiger Film, in Kleingruppen ein dreiminütiger Film, oder in der ganzen Klasse ein zehnminütiger Kurzfilm.
Vom Impuls zum fertigen Film
Der künstlerische Prozess steht im Mittelpunkt. Die Schüler:Innen erfahren ihre eigene Kreativität als Zugang zur Welt und schärfen ihre Wahrnehmung für das, was sie umgibt und beschäftigt. Sie entdecken, dass es viele Möglichkeiten gibt, etwas zu betrachten, auszudrücken und zu gestalten.
Im Workshop greifen wir wichtige Themen wie Wahrnehmung, Zugehörigkeit, Identität, Vielfalt und Fragen aus dem eigenen Lebensumfeld auf und bearbeiten sie kreativ. Dabei geht es auch darum, Verantwortung für die eigene Sichtweise zu übernehmen, Wahrgenommenes zu hinterfragen und einen kritischen Blick auf gesellschaftliche Zusammenhänge zu entwickeln: Welche Bilder und Geschichten prägen unsere Vorstellungen von der Welt? Wer wird gesehen und wer bleibt unsichtbar? Welche Perspektiven fehlen? Und wie können wir selbst mit unseren Bildern dazu beitragen, andere Sichtweisen sichtbar zu machen?
Am Ende steht eine eigene Filmpräsentation und die Erfahrung: „Wir können gemeinsam etwas erschaffen, das vorher noch nicht da war.„
Filmemachen wird nicht nur als Kulturtechnik vermittelt, sondern als Möglichkeit, den eigenen Spielraum zu erweitern: wahrzunehmen, was sonst vielleicht übersehen wird, neue Perspektiven auszuprobieren, eigene Ideen sichtbar zu machen und ungewohnte Wege zu gehen.
Ablauf – Film als Raum für Perspektivwechsel
1. ENTDECKEN – ausprobieren
Wir experimentieren mit Kamera, Perspektive, Bewegung, Geräusch und Rhythmus und entdecken, wie sich Wahrnehmung durch filmische Gestaltung verändern lässt.
2. ENTWICKELN – eine gemeinsame Idee finden
Aus Beobachtungen, Fragen und Ideen entsteht ein Thema. Die Teilnehmer:innen entwickeln eine filmische Form und entscheiden, was erzählt, gezeigt oder vielleicht auch bewusst nicht gezeigt werden soll. Erste Szenen entstehen.
3. DREHEN – Bilder zum Leben erwecken, Töne suchen und komponieren
Die Schüler:innen drehen Szenen, Bilder, Interviews oder dokumentarische Beobachtungen und sammeln Geräusche und Atmosphären.
4. MONTIEREN – aus vielen Bildern wird ein Film
Das gedrehte Material wird zu einer filmischen Erzählung montiert. Wir erleben, wie durch Schnitt, Rhythmus, Ton und Reihenfolge neue Bedeutungen entstehen.
5. PRÄSENTATION ] REFLEXION
Zum Abschluss gibt es eine gemeinsame Präsentation des Films, als kleine Premiere in der Schule oder gleich im Kino und ein gemeinsamer Abschluss mit den Fragen: Was hat sich verändert? Was haben wir gezeigt?
Eine Idee. Viele Perspektiven – weil ich Film nicht als fertiges Produkt, sondern als Möglichkeitsraum verstehe.
Dauer: (10)15–20 Unterrichtsstunden oder 3–4 halbe Projekttage. Auch Projektwochen (Sommerferien) sind auf Anfrage möglich, wie auch längere und grössere Filmprojekte.
Der genaue Ablauf wird an Alter, Klassengröße, Thema und vorhandene technische Möglichkeiten angepasst.
Finanzierung: in Kooperation mit OeAD GmbH, Land Salzburg, Elternverein u.a.
Leitung: Nicole Baïer · erfahrene Workshopleiterin, Filmemacherin und Videokünstlerin.
