Eine Minute von mir. Ein gemeinsamer Film von uns.
In Zusammenarbeit mit dem Projekt zeit.raum.schaffen von Verein Einstieg und HOSI.
entsteht ein künstlerisches Filmprojekt für junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren, die unterschiedliche Formen von Diskriminierung erfahren haben oder erfahren.
Das Projekt schafft Raum für die eigenen Perspektiven, Themen und Ausdrucksformen der Teilnehmer:innen, ohne dass persönliche Erfahrungen erzählt werden müssen. Wir sind wie wir sind. Und wir stellen Fragen:
Was möchte ich zeigen? Was bewegt mich? Was ist mir wichtig? Wie möchte ich gesehen werden?
Jede:r Teilnehmer:in entwickelt einen eigenen einminütigen Film. Am Ende werden die einzelnen Arbeiten zu einer gemeinsamen Präsentation verbunden. So entsteht aus vielen individuellen Perspektiven ein gemeinsames Werk.
Zeit statt Produktionsdruck
Eine eigene Struktur gibt Zeit, um anzukommen, Beziehungen aufzubauen, Ideen entstehen zu lassen und unterschiedliche Arbeitsweisen zu berücksichtigen. Es muss nicht sofort eine fertige Idee da sein. Wir probieren aus, beobachten, verwerfen, beginnen neu und nehmen uns die Zeit, die wir brauchen.

Der Prozess ist genauso wichtig wie das Ergebnis. Die Teilnahme setzt keine filmischen Vorkenntnisse voraus. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich auf einen kreativen Prozess einzulassen. Wir gestalten gemeinsam einen Raum, in dem Verschiedenheit tatsächlich Platz hat.
Grundlegende Kenntnisse in Aufnahme, Bildgestaltung, Ton und Videoschnitt werden im Prozess vermittelt und professionell begleitet.
Das Projekt versteht Vielfalt als Ausgangspunkt und als künstlerische Ressource.
Unterschiedliche Lebensrealitäten, Sprachen, Identitäten, Wahrnehmungen, Fähigkeiten und Ausdrucksformen dürfen nebeneinander bestehen. Wir suchen gemeinsam nach unterschiedlichen Möglichkeiten der Beteiligung.
Filmschaffen als ganzer Prozess öffnet einen achtsamen, kreativen Erfahrungsraum, in dem Menschen ihre eigenen Themen und Perspektiven auf ihre Weise ausdrücken können. Bilder, Texte, Geräusche, Musik, Bewegung, Animation oder Stille können filmische Ausdrucksmittel sein.
Von vielen Minuten zu einem gemeinsamen Werk Die einzelnen Filme bleiben eigenständige Arbeiten. Gleichzeitig entsteht durch ihre Zusammenstellung eine gemeinsame Präsentation. Wir schauen das entstandene Material gemeinsam an, entdecken Verbindungen und Kontraste und entscheiden miteinander über Reihenfolge, Übergänge und Form der Präsentation.
Der Raum, der zwischen den einzelnen Filmen entsteht ist das spannende Neue: Vielleicht ein gemeinsames Thema, ein Kontrast, eine überraschende Verbindung oder eine reale (Tanz)einlage?
Die Skizzen, die Dreharbeiten, die Montage wird selbst zu einem Prozess des gemeinsamen Gestaltens.
Film als Raum für Selbstbestimmung und Teilhabe. Filmschaffen ermöglicht, die eigene Perspektive selbst zu bestimmen: Zu entscheiden, was sichtbar wird. Zu entscheiden, was unsichtbar bleibt.
Und selbst zu entscheiden, wie (m)eine Geschichte erzählt wird. Es geht darum, sichtbar zu machen, was entstehen kann, wenn unterschiedliche Menschen Zeit und Raum bekommen, ihre eigene Perspektive einzubringen und gemeinsam etwas zu schaffen.
Eine Minute lang die eigene Perspektive sichtbar machen.
Diesen gesamten gemeinsamen Schaffensprozess begleite ich als Filmemacherin und Künstlerin. Als selbst Betroffene mit Cochlea-Implantat bringe ich auch meine eigene Erfahrung mit unterschiedlichen Formen von Wahrnehmung, Kommunikation und Teilhabe ein. Als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation bringe ich außerdem Erfahrung in der achtsamen Begleitung von Gruppen, Kommunikation, Konfliktbearbeitung und unterschiedlichen Perspektiven mit.
Ich gebe technische Unterstützung, kreative Impulse und Struktur und achte gleichzeitig darauf, nicht vorzugeben, was entstehen soll. Die Geschichten und Filme gehören euch.
Lust bekommen? Ich freu mich, wenn du/ihr euch bei mir meldet.
